Parasitäre Wildkrankheiten

Entwicklungszyklen von Parasiten

  1. Erregeraufnahme (meist beim Äsen)
  2. Entwicklung im Wildkörper
  3. Ausscheiden mit der Losung
  4. Entwicklung außerhalb des Wildkörpers (mit oder ohne Zwischenwirt)

Endoparasiten

Magen- und Darmwürmer

Rund- und Fadenwürmer
  • Betroffen: Alle Wildtiere
  • Würmer im Darm des Tieres produzieren Eier
  • Wurmeier werden ausgeschieden
  • Aufnahme der Larven mit der Äsung
  • Durchfall

Lungenwürmer

Großer Lungenwurm
  • Betroffen: Alle Wildarten, v. a. Schalenwild
  • Kein Zwischenwirt
  • Würmer in den Bronchien
  • Würmer legen Eier
  • Larven schlüpfen, werden hochgehustet, abgeschluckt und ausgeschieden
  • Ausgeschiedene Larven erklimmen Gräser
  • Aufnahme von Larven beim Äsen
  • Larven wandern in die Bronchien und werden zu geschlechtsreifen Würmern
Kleiner Lungenwurm
  • Wie bei großem Lungenwurm aber mit Schnecke oder Regenwurm als Zwischenwirt
  • Ausgeschiedene Larven dringen in Schnecken ein
  • Aufnahme von larvenhaltigen Schnecken

Bandwürmer

Fuchsbandwurm

Mensch ist Fehlwirt (anstelle der Maus)

  1. Bandwurm im Darm des Fuchses
  2. Fuchs scheidet Eier aus
  3. Eier werden von Mäusen aufgenommen
  4. Laven schlüpfen und werden in der Leber der Maus zu Finnen
  5. Maus wird vom Fuchs gefressen
  6. Im Darm entwickelt sich der Bandwurm
Hundebandwurm
  • U. a. Reh als Zwischenwirt

Plattwürmer

Großer Leberegel

Betrifft alle Wiederkäuer und Hasen

  1. Egel in der Leber legen Eier
  2. Eier werden über den Darm ausgeschieden
  3. Larven entwickeln sich und dringen in Zwergschlammschnecke ein
  4. Laven verlassen Schnecke und kapseln sich ein
  5. Zysten werden von Hauptwirt aufgenommen
  6. Magensaft löst Kapseln auf, Larven wandern zur Leber
  7. Egel entwickeln sich 
Kleiner Leberegel
  • Grundschema mit Schnecke und Ameise als nacheinander folgende Zwischenwirte

Trichinen

  • Untersuchungspflicht bei allen Fleisch- und Allesfressern
  • V. a. Wildschwein und Fuchs
  • V. a. rohes Schweinefleisch
  • Proben aus Zwerchfell und Vorderläufen
  • Verzehr von trichinenhaltigem Fleisch
  • Magensaft löst Kapsel auf, Larven werden frei
  • Wurm entwickelt sich und parasitiert im Darm
  • Wurm gebiert Larven
  • Larven wandern in Muskulatur und verkapseln sich (nur mikroskopisch erkennbar)

Kokzidiose

  • V. a. Hasen, Kaninchen, Geflügel
  • Durchfall
  • Genussuntauglich

Ektoparasiten

Hautdasseln

  • Larven von Dasselfliegen
  • V. a. Reh- und Rotwild
  • Fliege legt Eier auf Decke
  • Larven schlüpfen und bohren sich in die Decke
  • Fallen ab und verpuppen sich am Boden

Rachendasseln

  • Fliege setzt Larven in den Windfang des Schalenwilds
  • Larven entwickeln sich in der Nasenhöhle
  • Werden durch Niesen hinausbefördert

Räudemilben

  • V. a. Fuchs und Schwarzwild
  • Grabmilben, Spinnentiere
  • Juckreiz, Haarausfall, Abmagerung, Tod
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